Der Chardonnay wächst überwiegend in Dittelsheim in den Großen Lagen Kloppberg und Leckerberg, also Tonmergel und Kalksteinböden, die schon ordentlich Druck in den Wein bringen. Alles Handlese, moderate Erträge, spontane Vergärung, Ausbau komplett in Holzfässern von 500 Litern und ein paar wenigen Barriques. Der Wein verbleibt bis zur nächsten Ernte im Fass, also nicht ganz ein Jahr und reift danach noch einige Monate in Edelstahltanks weiter. Dann wird er leger filtriert abgefüllt. Die etwas größeren Fässer lassen den Holzeinsatz etwas moderater wirken, was Stefan Winter lieber ist. Der Chardonnay versprüht eine köstliche Gelbfruchtigkeit mit gelbem Pfirsich und Mirabelle, dahinter einen Touch Grapefruitschale und ein kleiner Touch Briocheteig. Fokussierte Kalksteinart mit salzigem Zug. Was ihn aber wirklich schick macht, ist dieser feine Schmelz, diese zarte Cremigkeit aus dem Holz und vom langen Hefelager, die sich mit einer subtilen Exotik verbindet im Nachhall. Das ist nicht nur terroirgetrieben, salzig, anspruchsvoll, sondern vor allem auch sehr delikat und geschmackvoll.