Sehr alte Reben im Trarbacher Schlossberg, extreme Steillagen, alles reine Handarbeit. Komplett spontane Vergärung. Eine steinige, puristische Nase, kristallin und klar wie ein Gebirgsquell. Eine gewisse mineralische Schärfe durchzieht die stahlige, vollreife Zitrusfrucht. Ein komplexer, seriöser Moselriesling mit hoher innerer Dichte und Spannkraft. Irgendwo zwischen Daniel Vollenweiders flüssigem Stein und der zitrischen Power von Markus Molitor anzusiedeln. Im Mund immens dicht, griffig und pikant mit deutlich mineralischer Schärfe und hohem Salzfaktor. Schöne weiße Frucht mit Zitronenabrieb, Zitronenmelisse und weißem Pfirsich. Sehr fein und leicht dennoch und fest verwoben, sehr versammelt, ein Schiefer-Konzentrat. Dieser Riesling ist sehr typisch für die Ecke um Traben-Trarbach, wo auch Vollenweider und Immich-Batterieberg ähnlich puristische, steinige und unbeirrt geradeaus laufende Riesling-Geschosse keltern. Nicht so üppig wie die Terrassenmosel, aber auch nicht so tänzelnd und verspielt wie die Mittelmosel. Irgendwo dazwischen liegend mit einem sehr puren Gesteinsausdruck, der das pure Terroir der alten Reben und kargen Steilhänge mit atemberaubender Präzision widerspiegelt.