»Je Marche Seul«, benannt nach dem Lied von Jean-Jacques Goldman. Jedes Jahr gibt es einen Liedwein von Jürgen von der Mark, der immer sein absoluter Spitzenwein ist. Gleichzeitig ist es aber nie der konzentrierteste oder fetteste, sondern der feinste Wein der gesamten Kollektion. Seit Jahren stammt dieses Top-Gewächs immer aus einem bestimmten Weinberg, den Jürgen selbst vor knapp 20 Jahren angelegt hat. Burgundische Pinot Noir Genetik. Selbst im relativ ertragstarken jähr 2022, hat es diese Parzelle auf nur etwa 20 Hektoliter pro Hektar gebracht. Gerade genug, um drei Barriques zu füllen. Um dem warmen Jahrgang mit etwas Frische aus den Rappen entgegen zu arbeiten, wurde dieser Wein mit etwa einem Drittel Ganztrauben vergoren. Ausgebaut zu 100% im neuen Holz, aber sehr hochwertige Burgunderfässer von Francois Frères. Sehr engporiges und länger getrocknetes Holz, dadurch ändert sich die Fruchtstruktur. Wegen der feinen Holztannine muss weniger extrahiert werden, die Frucht wirkt gefestigt. Schon hinein riechen ist hier einfach großartig! Was für eine dichte, aber gleichzeitig so ultrafeine Nase! Schwarze Kirsche, Kirschblüte, Veilchen, sehr burgundisch und trotz Neuholz eigentlich gar kein Holz wahrnehmbar. Sehr fein und kühl wirkend. Auch etwas Blaubeere und Himbeere dabei. Am Gaumen gefestigt mit dichter Textur, feinsaftig und samtig. Reife Tannine belegen die Zunge. Süßkirsche, gesalzene Himbeere, etwas Zwetschgenschale. Dunkle Schokolade, schwarzer Pfeffer, grobes Meersalz. Alles ist ausbalanciert und doch auf Spannung ausgerichtet. Druckvoll, köstlich reich und dennoch so unglaublich fein und elegant. Das ist wahrlich ein großartiger Wein und wieder einmal ein Paradebeispiel für Jürgen von der Marks Können!