Das Hendelberg ist ein Novum bei Prinz und passt einfach so genial, dass wir nicht daran vorbei konnten, uns diesen Superstoff komplett exklusiv zu sichern. Die Lage ist prädestiniert für die Kategorie, viel besser geht es im Rheingau kaum, das ist auch bei PJ Kühn so. Familie Prinz hat drei Parzellen übereinander im Hendelberg, das Kabinett stammt aus der höchsten Parzelle. Es ist eine Dichtpflanzung, späte Entblätterung für maximale Beschattung. Dieses Kabinett hatte die höchste Säure aller Moste bei Prinz. Am Ende ist er bei nicht ganz 9 g/l Säure und rund 50 g/l Restzucker pro Liter gelandet. Er ist etwas trockener als das Jungfer Kabinett von Prinz. In 2025 mit dem Turbolader des warmen Jahres, sehr expressiv und ausdrucksstark. Nicht so kühl und leise wie 2024, sondern krachend und intensiv. Kumquat, duftige Grapefruit, kandierte Zitrusfrucht. Auch im Mund mehr Schmelz und hohe Fruchtintensität, zitrisch, aber auch mit feinem, grünlichem Steinobst, sehr charming, überhaupt nicht aggressiv, mit köstlichem Schmelz für ein Kabinett. Da ist 2025 schon besonders mit der etwas höheren Reife und Aromatik in dieser Kategorie. Das ist next level Rheingau-Kabinett, weil wir die schiefrige Spritzigkeit haben und eben auch den Ticken mehr Charme und Body des Rhein-Rieslings. Das ist ein perfect match, und mit einer gewissen Reife ist das ein kongenialer Speisenbegleiter, weil es doch mehr Punch hat als die Mosel.