Hohe Extraktwerte und sehr hohe Weinsäureanteile. Mittelhohe Mostgewichte, aber sehr reifes Lesegut. Die Reben sind in den 1890er Jahren gepflanzt, also wirklich »uralt«. Natürlich wurzelecht, Einzelpfahl. Aus dem Filetstück der legendären Sonnenuhr, direkt bei JJ Prüm und Co., im Herzen dieses legendären Weinbergs. Spontanvergoren auf 2 bis 3 g/l Restzucker, also wirklich knochentrocken. Ausgebaut im traditionellen alten Moselfuder. Es gibt nur einziges Fuder, auch in 2025, die uralten Reben geben eben kaum Ertrag. Schon beim ersten Hineinriechen wird man in den Bann dieses wunderbaren Moselrieslings gezogen! Er ist heller und kristalliner als die Juffer-Sonnenuhr, nicht so erdig, sondern total abgehoben in feinster Eleganz aus den 130 Jahre alten Reben. Die Fruchtauslegung ist sooo sehr Wehlen, diese zartduftige Apfelblüten-Aprikosen-Kombination, Mirabelle, Orangenblüte. Mehr Frucht zeigend und deutlich charmanter als das karge 2024. 2025 baut viel Druck im Mund auf, intensiv, schmelzig. Das ist deutlich früher zugänglich als 2024, nicht so reduktiv, nicht so stramm, sondern ganz fein, cremig, mit dichter Fruchtfülle. Ich befürchte, die meisten Flaschen werden die ihnen gebührende Reife von 20 und mehr Jahren kaum erleben, aber es wird sich lohnen zu warten, mindestens fünf Jahre