Das Jahr 2025 ist ein anderes Kaliber als 2024, was ein bisschen freakiger war. Hier sind wir schon deutlich reifer, dichter, wärmer. Hohe Extraktwerte und sehr hohe Weinsäureanteile. Hohe Mostgewichte, aber moderat. Gut reifes Lesegut für die GGs. Der sehr steile Hang von Brauneberg ist einer der trockensten Standorte. Durchgegoren auf unter 3 Gramm im alten Moselfuder. Aus dem Filetstück des eisenhaltigen Schieferhangs von Brauneberg, dem Falkenberg, aus dem Fritz Haag den Versteigerungswein holt. Uralte Reben aus einem der Top-Flurstücke nahe der Sonnenuhr. Da er aber schön knackig trocken ist, behält das auch aus dem wärmeren Jahr die moselanische Eleganz, die Feinsinnigkeit. Aber wir haben schon mehr Druck als in 2024. Die Frucht changiert zwischen Orange und Nektarine, auch Anis und Eisenkraut. Dichter, intensiver Mund mit feiner Kraft aus der gelben Frucht. Was für eine Strahlkraft aus dem Schiefer, puristisch, steinig. Einfach mitreißender Stoff in diesem Jahr, so viel Zug und Pikanz, dass die Augen schmal werden