Natürlich selektive Handlese, dann werden die Trauben gemahlen und abgepresst. Der Wein wird in einem 3000 Liter fassenden, 100 Jahre alten Holzfass vergoren und reifte dort bis zur Füllung Ende Juli 2025. Helles Kalkmergel-Gestein verleiht der Lage „Weiß Erd“ ihren charakteristischen Namen. Der Weinberg liegt genau am Zusammenfluss von Rhein und Main. Das ist eine total unique Lage im Rheingau, riecht und schmeckt immer anders als alles andere aus der Region. Er hat ein bisschen einen Touch Mâconnais, also minimal geholzter Chardonnay oder eben etwas Pinot Blanc. Die Weiss Erd hat eine schwebend feine, helle Frucht von kleinen Apfelquitten, Lindenblüte, weißem Pfirsich, zerstoßene Muschelschale. Kandierte Agrumen, aber eher Zesten als Frucht in 2024. Er hat die Ruhe und Balance von großem Kalkstein-Riesling, schicke Salzigkeit an den Zungenrändern. Mich erinnert er auch etwas an Elsass-Riesling, weil er eine gewisse Reichhaltigkeit in gelber Frucht verströmt und dennoch eine virile Textur hat. Das ist für etwas über 30 Euro ein ziemlich grandioser Stoff.