Der Schlossberg ist DIE kultigste Lage des Rheingaus, natürlich dank Bernhard Breuer, aber auch viele der anderen Top-Betriebe des Rheingaus ernten hier spektakuläre Weine von Rheinschiefer und Quarzitböden. Der Schlossberg wird im Stückfass oder Halbstückfass, je nach Erntemenge, vergoren und ausgebaut. Er hat immer eine filigrane, in sich gekehrte Noblesse. Eine sehr feine, schieferige Nase. Die Eleganz steht im Vordergrund. Frisch geöffnet zeigt der Schlossberg zunächst eine sehr reduzierte Frucht, bleibt fast vollständig im Mineralspektrum. Es ist nie der lauteste Wein in der Range, oft sogar der leiseste. Das ist bei Theresa Breuer aber auch so. 2024 passt wie Faust aufs Auge für den Berg Schlossberg, weil es diese Noblesse eben auch vom Jahrgang ausstrahlt. Er ist helltönig und kristallin, rauchig, Zitronenabrieb, Papaya, aber eben alles nur in Nuancen, fast schwebend. Rassig und bei aller Fülle beinahe kühl wirkend durch die enorme Steinigkeit. Ein großes Unikat mit der unverkennbaren Prägung dieser Lage.