Lorch ist Eva Frickes Parade-Gemeinde, dort hat alles angefangen. Der Lorcher Schlossberg liegt auf Quarzit und Schiefer, eine steile Lage abfallend zum Rhein. Spontane Vergärung und Ausbau im Edelstahl. Wir liegen im Restzucker bei knapp 20 g/l, also mit feinem Süßespiel, das lässt Eva Fricke bei diesem Wein immer bewusst so, weil es einfach passt. Dadurch behält er dieses Tänzelnde, Schwebende und Filigrane noch viel mehr als im kernig-trockenen Bereich. Zarte rauchige Reduktion, dunkel, Graphit, nasser Feuerstein, schon im Duft ein straffer Wein, gewachste Zitrone, Apfelblüten, Grapefruitzeste. So dunkel wie die Nase ist, so tänzelnd und fein und verspielt ist er am Gaumen. Wahnsinnig energetischer, rassiger Mundeintritt, die Lippen werden salzig belegt, vibriert und spannt. Das ist kühler, schlanker, ungeheuerlich energetischer Rhein-Riesling vom Feinsten.