Wurzelechte Reben auf ganz feinem Schiefer. Das Kabinett ist eine Stock-Selektion (wie beim Aurum) aus derselben Parzelle wie das Goldgrube Kabinett, die ältesten Reben im ältesten Teilstück, 100 bis 120 Jahre alt. Es gibt nur ein einziges Fuderfass von diesem Wein. Die Trauben wurden gemahlen und dann abgepresst, die spontane Gärung und der Ausbau finden in Edelstahltanks statt für die restsüßen Weine. Rauchige Nase, die mehr in die Tiefe steigt als die des normalen Kabinetts. Der größte Unterschied ist die feinere Marmorierung dieses Weines, das Salz zieht sich wie ganz feine Äderchen durch die Frucht, er ist weniger wild als das Goldgrube Kabinett, sondern eleganter, ruhiger und erhabener. Die 2025 liegen für Moritz Hoffmann zwischen 2019 und 2020, schon wärmer und druckvoller als die kargen 2024er. Auch das Kabinett hat etwas mehr Schub als im Vorjahr. Es ist ganz klar der balanciertere, größere Wein im Kabinett-Bereich. Natürlich haben wir hier eine ebenso stramme Säure und einen fast dramatischen Mineralausdruck, aber das Ganze ist eben deutlich eleganter und geschmeidiger verpackt. Viel besser geht Kabinett von der Mosel nicht.