Das ist quasi Vollenweiders Großes Gewächs, sein absoluter Vorzeigewein, dafür ist er berühmt. Eine monolithische Ausstrahlung. Schimbock ist nur wenige hunderte Meter von der Goldgrube flussabwärts gelegen. Seit 2005 bewirtschaftet Vollenweider diesen 0,5 Hektar kleinen Hang. Der Schimbock hat alles, was Vollenweider, einer der extremsten Biowinzer und Spontanvergärer an der Mosel, auszeichnet. Der Wein stammt aus einem kleinen Teil in den 1970er gepflanzten Reben, der Rest ist rund 100 Jahre alt und wurzelecht. Die Lage Schimbock in Traben ist karg und steil, der Schiefer etwas rötlicher, von Eisenadern durchzogen, das unterscheidet ihn von der Goldgrube. Schimbock bekommt einige Stunden Maischestandzeit, wird dann auf der Korbkelter gepresst und direkt von der Presse in die Fässer geleitet. Spontane Vergärung im Stückfass, Ausbau auf der Vollhefe für etwas über ein Jahr und anschließend nochmal ein halbes Jahr im Edelstahl. Knochentrocken durchgegoren. Das Stückfass ist noch relativ jung, daher haben wir sogar ein bisschen Holzeinfluss im Wein. Das ist bei Moritz Hoffmann sicher etwas häufiger der Fall als bei Daniel Vollenweider, es passt aber auch sehr zur Intensität seiner Weine. Bitte unbedingt mindestens auch einige Flaschen zum langen Lagern kaufen, denn dies ist ein echter Langstreckenläufer. Seit einiger Zeit verwendet Moritz Hoffmann aber deutlich weniger Schwefel als üblich an der Mosel, daher bekommen die Weine eine etwas weichere Textur und frühere Zugänglichkeit. Er duftet nach Grapefruit und getrockneten Blüten, etwas Bienenwachs, Quittenschale. Im Mund treffen die Kühle der Lage und die Wärme des Rotschiefers aufeinander, das kracht ordentlich und gibt ihm einen ganz eigenen Charakter. Er ist würziger und tiefer als die monolithischere Goldgrube. Er schiebt wahnsinnig an, brachial viel Struktur. Ein herausragender Mosel-Riesling.