Die Trauben dieses Friulano kommen aus einer kieselsteinhaltigen Lage mit viel rotem Ton und Eisenoxiden, südlich vom Weingut aus einer etwas kühleren Parzelle in Westausrichtung. Neun Monate auf der Feinhefe im Stahltank ausgebaut und dann erst nach mehreren Monaten Flaschenlager auf den Markt gebracht. Zartes Zitronengelb. Die Nase ist frisch mit frisch geschnittenem Gras, Minze und würziger grüner Paprika. Dann legen sich exotische Aromen wie Papaya, Honigmelone, konzentrierte Mango, Grapefruit, Blutorange und Kumquat sanft darüber. Im Mund ist der Wein salzig, frisch und saftig. Der lange Nachhall regt direkt den Speichelfluss an. Salzzitrone – sogar mit salzigem Grip und dezent bitterer Haptik auf der Zunge – Jalapeño, Salbei und Pfirsich. Hört sich das nicht verdächtig nach einem Sauvignon Blanc an?! Dabei erinnert Friulano in seiner besten Form – und die liegt hier vor – auch ungemein an einen intellektuell aromatisch aufgepimpten Pinot Grigio. Während der Sauvignon Blanc hingegen oft lautstark auftrumpft, ist dieser Friulano dann doch eher der elegante Überraschungskünstler. Schicker Stoff von einem der besten Weingüter der Region!