Bis August sahen die Weinberge paradiesisch aus, dann setzte der größere Regenfall ein im September. Zudem gab es größere Temperaturstürze über Nacht, bis zu 5 Grad und das trotz sehr warmer und sonniger Tagestemperaturen. Dadurch sind die Säurewerte erstaunlich stabil geblieben, obwohl wir diese satte Vollreife der Trauben mit sehr hoher Aromatik haben. Das ist schon ziemlich unique dieses 2025, ähnlich wie 2019, 2015 vielleicht, aber doch etwas eigenes. Ein sehr attraktiver, zugänglicher und intensiver Jahrgang. 2025 war ein tolles Jahr für die Auslese-Kategorie, weil durch den einsetzenden Regen das Thema Botrytis dann auf die Agenda gekommen ist. Es sind rund ein Drittel Botrytisanteil im Rosalack, der Rest waren hochreife bis überreife Beeren. Händisch selektiert. Ein hochfeiner Beerenton, Nektarine, kandierte Zitruszesten, sogar Feuerstein, weißer Pfeffer. Im Mund schießt die rasiermesserscharfe Säurespur von 2025 durch und reißt alles mit sich. Bleibt nie klebrig am Gaumen zurück durch diesen hohen Oszilligraphen. Das ist ein absolutes Highend-Jahr für Auslesen.