Die Gärung und der 36 monatige Ausbau erfolgen für diesen Wein zum größten Teil in den traditionellen 1.200 Liter fassenden Fuderfässern des Weinguts und zu einem kleinen Teil im Barrique. Nach dem ersten Jahr zieht der Wein in den tieferen Teil des Kellers um, wo er bei 10 Grad Celsius reift, also extrem niedrigen Temperaturen. Leuchtendes Strohgelb mit öligen Tränen am Glasrand. Die Nase ist echt außergewöhnlich, beinahe burgundisch! Reife rote und gelbe Äpfel, auch weißfleischige Birne und saftige Nektarine. Cremige Honigmelone, Bienenwachs, ein feiner Hauch Vanille. Die Aromen cremiger, vielschichtiger Würze ist verblüffend: warm-würziger Zimt, ein Hauch Vanille, Muskatnuss und Lorbeerblatt. Schwebend und erhaben zugleich ist die Faszination hier schon an der Nase Next Level, der Wein kommt mit der ein oder anderen aromatischen Überraschung um die Ecke. Auf den cremigen Mundeintritt folgt im nächsten Moment die laser-artige ultra-präzise Säure, die durch die cremige weiße und gelbe Frucht schneidet und dann doch verrät, dass der Wein kein Burgunder ist! Mandarine, etwas Mandarinenschale, konfierte Zitrone und Salzzitrone, saftiger weißer Pfirsich wieder mit einem Touch cremiger Vanille. Im Nachhall bleibt diese krass intensive, steinige Mineralität minutenlang salzig, mit gelber Frucht verwoben im Mund hängen. Der Wein ist hoch elegant, charmant und faszinierend. Ein spannungsgeladener Finesse-Riesling der Extraklasse und ein Wein von großer, ja phänomenaler Eleganz und Finesse.