Die Kupfergrube steht komplett auf Porphyr-Gestein. Das ist hartes, dunkles Vulkangestein. Früher gelesen als die anderen Großen Gewächse. Tim Fröhlich will einfach keine weichen Trauben während der Ernte, er sucht immer die leicht grünlichen Nuancen bei voller Reife. Der Schlüssel war der Ertrag in diesem Jahr, er musste niedrig sein, alte Reben, tiefe Wurzeln und kleine Beeren. Insgesamt war es ein warmer Sommer an der Nahe und die Trauben waren hochreif am Ende, aber es gab phasenweise sehr kühle Nächte. Das Jahr hat nicht voll durchgepowert, was dann eben bei Fröhlich um Bockenau schon zu mehr Kühle in den Weinen geführt hat als in südlicheren Gefilden. Laut Tim Fröhlich sahen die goldgelben Trauben so schön aus wie 2011, auch fast alles wurde relativ zeitgleich reif von den Gutsweinen bis zu den GGs, da musste man verdammt schnell sein. Nicht zu viel entblättert, damit in der Hitzewelle im August starke Beschattung vorhanden war, dadurch hat man diese feine Spannung behalten. Komplett Handlese, alle Weine. Aber eben Vollgas. Die Lese begann am 15. September bis Ende September. Perfektes Lesegut, sehr hohe Reife bei relativ hoher Säure – das ist schon genial. Die Kupfergrube eröffnet mit einer wilden Reduktion, sehr Schäfer-Fröhlich, der ja die wärmeren Jahre für diese Wildheit eh liebt. Mit mehr Luft verfliegt es dann immer mehr und der Feuerstein tritt hervor, ebenso dunkel wie der benachbarte Felsenberg. Kristallklarer Traubensaft, so pur und detailgetreu. Das ist tatsächlich wahnsinn wie klar und schnörkellos Tim Fröhlich diesen 2025er geerntet hat. Vielleicht ein Mü dichtere Frucht als üblich, aber so straight, zitronig, dunkelwürzig, herbsaftig. Keine Kompromisse. Wild, spannungsgeladen, extrem, aber eben absolut Top-Level in diesem Stil. Das ist ein Urvieh aus Salz und Stein und einem hauchfeinen Touch Exotik.