Insgesamt war es ein warmer Sommer an der Nahe und die Trauben waren hochreif am Ende, aber es gab phasenweise sehr kühle Nächte. Das Jahr hat nicht voll durchgepowert, was dann eben bei Fröhlich um Bockenau schon zu mehr Kühle in den Weinen geführt hat als in südlicheren Gefilden. Laut Tim Fröhlich sahen die goldgelben Trauben so schön aus wie 2011, auch fast alles wurde relativ zeitgleich reif von den Gutsweinen bis zu den GGs, da musste man verdammt schnell sein. Komplett Handlese, alle Weine. Aber eben Vollgas. Die Lese begann am 15. September bis Ende September. Perfektes Lesegut, sehr hohe Reife bei relativ hoher Säure – das ist schon genial. Der Wein wird von Blauschiefer, Rotschiefer und Porphyr geerntet. Junge Reben in Top-Terroirs, die etwas mehr Frucht mitbringen. Die Trauben sahen in aus wie GG-Trauben, sagt Tim Fröhlich, kleinbeerig, total reif und kerngesund. Quasi alle Tanks des Gutsweins hätten auch in die Ortsweine eingehen können qualitativ, das ist Wahnsinn, was Fröhlich ernten konnte. Der Gutswein wächst auf Blauschiefer, Grauschiefer, Rotschiefer, Porphyr, hier sind alle Terroirs des Gutes drin. Und die Schieferwürze strahlt er aus, feinkräuterig, total reif, aber wunderbar leicht bei schlanken 11.5% vol. Alkohol. Tolle Exotik in 2025, hat schon mehr Bumms als 2024, das merkt man. Aber es ist eben maximal frischer Saft bei Fröhlich, Überreife gibt es hier Null. Dennoch ist er etwas aromatischer mit Kiwi, Passionsfrucht, Bergamotte. Das ist die perfekte Visitenkarte für den Stil des Hauses. Kristallin, knackig, mit viel salziger Vibration und Elektrizität. Selbst die Gutsweine werden bei Fröhlich zu 100 Prozent mit der Hand gelesen, das sind alles händische Selektionen und null Zukauf. Das ist 100 Prozent Fröhlich seit 2024. Und das merkt man dann schon nochmal. Nur so erreicht man diese Präzision und den Fokus, laut Tim Fröhlich. Dieses Spiel aus zarter Exotik und feinstem Säurezug ist schon famos in 2025. Zugänglich und doch mit diesem Fröhlich-Kick, einer der besten des Jahres.