Der Flagship Wein der Familie wird nur in den besten Jahrgängen gemacht. Die Trauben der 15 bis 25 Jahre alten Reben kommen zu 100 Prozent aus der Lage »Vigna Merenda«, mitten im Herzen der Cru Lage Sarmassa. Die Böden bestehen hauptsächlich aus kalkhaltigen Tonböden auf 250 bis 300 Höhenmetern. Reine Handlese, dann werden die fünf Parzellen separat spontan mit wilden Hefen vergoren und ein Jahr lang ausgebaut. Nachdem der ideale Blend entschieden wurde reift der Wein weitere acht Monate in großen 2.500 und 3.000 Liter fassenden Holzfässern. Bevor er auf den Markt kommt, bekommt der Vigna Merenda nochmal 12 Monate Flaschenlager. Zartes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Die Nase ist wie ein schlafender Riese, beinahe zart, schüchtern und zugleich verspielt. Reife Erdbeeren und Himbeeren mit Rosmarin und frischem Wurzelgemüse und etwas Ingwer. Eisen, Jod, luftgetrocketer Schinken und frisch gedrehte Erde, ein Hauch Vanille und Kardamom. Alle Aromen sind ultra-elegant und fein, das könnte ein roter Burgunder sein! Im Mund trifft Cranberry, Hagebutte und Sauerkirsche auf die Zunge. Klirrend frisch und mit viel feinem, puderzucker-artigen Tannin. Rotes Leder und salzig-würziges Rauchfleisch. Mit etwas mehr Flaschenreife wird dieser Vigna Merenda ohne Zweifel noch zulegen, aber stilistisch ist er ganz auf den Fersen der Finesse, gar nicht unähnlich dem Stil der Nachbarin Maria Teresa Mascarello.