Aus kleinen, alten Rebanlagen auf den kargen Granitböden des Alentejo gewachsen. Vinifiziert wird nach Mikroparzellen, so wie es früher hier im Alentejo Gang und gebe war. Die Regler stehen hier also voll auf Individualität und Qualität. Dies ist jedoch auch kein Wunder, wenn man hört, dass DER Kult-Önologe Antonio Macanita hier als Berater seine Finger im Spiel hat. Eine Cuvée aus 50% Arinto, 25% Roupeiro, 15% Rabo de Ovelha und 10% Tamarez, also das typische autochthone Alentejo-Potpourri. Minimaler Eingriff im Keller, Ganztraubenpressung, spontane Vergärung und der Ausbau auf der Feinhefe im Edelstahl bewahren die kompromisslose Klarheit der Frucht. Im Glas zeigt er sich in einem leuchtenden, Zitrusgelb. Die Nase wird augenblicklich von einer prägnanten Mineralität und frischer Zitrusfrucht eingenommen. Im Mund entfaltet sich das faszinierende Spiel zweier Kontraste. Auf der einen Seite steht ein überraschend dichtes, schmelziges Mundgefühl mit vollem Volumen und reichhaltiger Aromatik. Auf der anderen Seite trifft einen eine beachtliche, messerscharfe Frische. Der Abgang zieht sich ungemein persistent in die Länge, getragen von mineralischem Stein, feiner Zitrusfrucht und einer herrlich kühlen Eleganz. Ein fantastischer, unkomplizierter und dennoch tiefgründiger Alentejo! Nur leider gibt es bereits von dem Einstieg nur etwa 1300 Flaschen...