Komplett auf Muschelkalk gewachsen, die Reben sind rund 30 Jahre alt. Deutsche und französische Genetik gemischt. Satte Himbeere und Erdbeere. Lässt kaum Platz für etwas Zwetschge und rote Kirsche. Tendenziell frisch und eher früh gelesen, schlank und fein im Stil gehalten. Vergoren mit rund 25 Prozent Ganztrauben. Ausbau in Barriques für 15 Monate, nur 10 Prozent Neuholz. Süße warme Kirsche, Brombeere, Holunderbeere, sehr duftig und reich, ein bisschen ein Zwischending aus 2018 und 2020, aber vielleicht am Ende eleganter als beide. Keine Überreife, warm, aber geschliffen und elegant. Lebhaft und verspielt, ein schlanker, kühler Pinot Noir aus Franken, hell in der Frucht aber dunkler in der Würze. Der Mund wirkt dann sogar richtig ernsthaft, bekommt eine herben, kühlen, fokussierten Ausdruck. Ein wenig Graphit, ein wenig vom Kalkstein stammendes Salz als mineralische Unterlage. Delikat und herbsaftig, mit guter Konzentration in der Mitte und schöner Kirschsüße, die mit dem herberen Kakaopulver um die Wette eifert im Nachhall. Das ist in diesem Preisbereich ziemlich stark.