Das war 2022 ein Erstlingswerk bei May! In den Kniebrecher gehen die allerbesten Trauben ihrer beiden Top-Lagen, Himmelspfad und Rothlauf, ein. Separat im kleinen Holz ausgebaut, um auf die GG-Qualität nochmal einen draufzusetzen. Es gibt nur zwei Barriques von diesem raren Elixier! Auch der Ausbau ist auf 18 Monate verlängert, er kommt also auch erst im zweiten Jahr nach der Ernte und verbringt zwei Winter im Fass. Der 2024 wurde im März 2026 abgefüllt. Es ist der einzige Silvaner unter Kork bei May, auch weil er vom Sauerstoffaustausch profitiert. Ein hochfeiner Duft, der Familie Mays Expertise im Holzausbau zeigt, so fein verwoben und elegant eingesetzt. Der 2024er Kniebrecher ist sehr konzentriert für das kühle Jahr. Die allerbesten Trauben, best of the best-Selektion. Der Kniebrecher schwebt über den Dingen, ist in sich ruhend wie ein großer Burgunder oder ein Schlehdorn von Kühns. Neben dem Creutz von Luckerts ist das die Champions League im deutschen Silvaner. Die Dichte ist atemberaubend, selbst im kühlen Jahr, wirklich erstaunlich. Grüne Quitte, grüne Birne, Zitruszeste, Bienenwachs. Er hat ein bisschen Tondonia Blanco in der Aromatik, bleibt aber natürlich deutscher in seiner kühlen, rassigen, straffen Art. Diese Größe erreichen nur ganz wenige Silvaner auf der Welt, das ist klar. Der Wein boxt in der selben Klasse wie der Creutz von Luckert. Und er ist trotz oder, besser gesagt, gerade wegen seines längeren Ausbaus noch so unglaublich jung. Wenn dieser Kniebrecher mal in der richtigen Reife ist, kann er mühelos neben den großen Weißweinen der Welt stehen.