Der Gutswein bekommt rund 5 Prozent Holzanteil, der Rest wird im Edelstahl ausgebaut, um diesen kristallklaren, fruchtigen Stil zu betonen. Das Holz gibt aber eine ganz feine Struktur, einen gewissen Grip. Der Gutswein wächst in Weinbergen rund um die Kiedricher Berglagen, vor allem am Hangauslauf in Richtung Eltville. Dort werden die Böden etwas sandiger, was dann eben etwas mehr Frucht bringt. Nach einem erneut extrem trockenen und sehr sonnigen Sommer, kamen Regenfälle gegen Herbst. Die Trauben waren allerdings weitgehend sehr gesund, es gab nur sehr wenig Botrytis. Der Phyllit-Schiefer- und Sand-Boden am Kiedricher Hang hat eine gute Drainage, was in diesem feucht-warmen Herbst dann der Schlüssel zum Erfolg war. Auf Robert Weil wird schon lange komplett biologisch gearbeitet, die offizielle Zertifizierung folgt demnächst. Der Gutsriesling bekommt durch diesen kleinen Tick Holz nochmal ein bisschen mehr Struktur. Wir haben klar mehr Intensität als im kühleren Vorjahr, mehr Frucht, mehr Punch. Explosives Steinobst, krachend und intensiv, weißer und gelber Pfirsich, etwas Kumquat, Weintraube, weißer Pfeffer. Dichter Fruchtdruck im Mund, extraktreich und stoffig. Ein freudestrahlender Riesling, der eigentlich jedem Rieslingfan schmeckt. Unglaublich lecker, einfach ein schöner Traubensaft. Der Wein hat immer Stil und Charme und in 2025 auch gute Power und Länge.