Der Wein stammt von den jüngeren Reben aus den Kiedricher Berglagen, Klosterberg, Turmberg und Gräfenberg, also die Top-Lagen des Hauses. Der Kiedricher zeigt also schon deutlichen Berglagen-Charakter. Moderat reifes Lesegut, bei dem Wilhelm Weil vor allem auf Balance und Eleganz achtet, es wird keine zu hohe Reife angestrebt, sondern immer die Harmonie aller Elemente. Nach einem erneut historisch trockenen und sehr sonnigen Sommer, kamen Regenfälle gegen Herbst. Die Trauben waren allerdings weitgehend sehr gesund, es gab nahezu keine Fäulnis. Das Team war dennoch fleißig in den Weinbergen unterwegs und hat komplett biologisch gearbeitet, die Zertifizierung folgt demnächst. Die Trauben werden gemahlen und auf die Kelter gegeben. Die Partien, die im großen Holz ausgebaut werden, bekommen eine kurze Maischestandzeit. Der Ausbau geschieht zu einem Drittel im Stückfass. Generell wird immer spontan vergoren. Die Gärung verläuft zügig, BSA wird komplett vermieden, um die Eleganz, die Fruchtigkeit und die lebendige Säure zu erhalten. Der Kiedricher hat schon deutlich mehr Dampf und Dichte als der Gutswein, hier spürt man schon die Kraft aus den hochwertigen Böden und dem kurzen Schalenkontakt, sowie dem Holzeinsatz. Zur Lesezeit setzten nach dem warmen Sommer verstärkt Regenfälle ein, es musste am Ende dann alles wieder recht schnell gehen. Das Team war fleißig in den Weinbergen unterwegs und hat komplett biologisch gearbeitet, die Zertifizierung folgt demnächst. Die Trauben werden gemahlen und auf die Kelter gegeben. Die Partien, die im großen Holz ausgebaut werden, bekommen eine kurze Maischestandzeit. Der Ausbau geschieht zu einem Drittel im Stückfass. Generell wird immer spontan vergoren. Die Gärung verläuft zügig, BSA wird komplett vermieden, um die Eleganz, die Fruchtigkeit und die lebendige Säure zu erhalten. Der Kiedricher hat schon deutlich mehr Dampf und Dichte als der Gutswein, hier spürt man schon die Kraft aus den hochwertigen Böden und dem kurzen Schalenkontakt, sowie dem Holzeinsatz. Vom Gutswein kommend gehen wir im Ortswein schon deutlich mehr in die Steinigkeit, die Frucht ist leiser und eleganter, geschliffener. Der Jahrgang 2025 hatte keine Extrem-Temperaturen wie manch anderer zuvor, aber eine in Summe relativ hohe Grundtemperatur und zugleich ausreichend Niederschlag, der vor allem zur Lesezeit nochmal zugenommen hat. Dann musste alles schnell gehen, Weils haben mit entsprechend hoher Schlagkraft gearbeitet. Die Hauptlese im Riesling hat gerade einmal 12 Tage gedauert, das ist schon irre bei dieser Betriebsgröße. Das Ergebnis ist am Ende eine hohe Stoffigkeit aus satten Extrakten und hoher Reife bei zugleich berauschenden Säurewerten. Im Most lag sie bei 10 g/l, sodass es im Wein perfekt um die 8 g/l gelandet ist, also genau was man sich wünscht. Ein intensiver Duft in 2025, das sind schon kleine Powerteile diese 2025er. Es ist von den kühleren Weinbergen bei Weil absolut kein üppiger Jahrgang, aber da ist schon Zug und Druck dahinter. Eine Mischung aus hoher Reife und hoher Pikanz wie sie auch 2015 etwas hatte. Vibrierende, saftig-dichte, hellgelbe Frucht, etwas Yuzu, grüne Birne, Mirabelle. Wir sind in einem Kontext der Dichte und Fruchtfülle, wie sie auch die 2023er hatten. Trotzdem behalten wir hier im Rheingau, und bei den geschliffenen Weils allemal, diese hohe Spannung. Ein Jahrgang der im Grunde alles hat. Weils Kiedricher ist ja im Grunde DAS Preisleistungswunder überhaupt. Einfach eine unerschütterliche Bank.