Der Jahrgang 2025 hatte keine Extrem-Temperaturen wie manch anderer zuvor, aber eine in Summe relativ hohe Grundtemperatur und zugleich ausreichend Niederschlag, der vor allem zur Lesezeit nochmal zugenommen hat. Dann musste alles schnell gehen, Weils haben mit entsprechend hoher Schlagkraft gearbeitet. Die Hauptlese im Riesling hat gerade einmal 12 Tage gedauert, das ist schon irre bei dieser Betriebsgröße. Das Ergebnis ist am Ende eine hohe Stoffigkeit aus satten Extrakten und hoher Reife bei zugleich berauschenden Säurewerten. Wir sind für eine TBA eher auf der moderateren Seite des Mostgewichts, nicht ganz 200 Grad, also keine Mega-Hammer à la 250+. Und dann kommt dabei trotz der gigantischen Intensität des Jahrgangs eben auch etwas sehr Feines dabei heraus. Die TBA erschlägt einen nicht direkt. Jod und Bienenwachs in der Nase, Blutorange, Eisen. Der Mund ist sogar noch straffer als die feine Nase vermuten lässt. Läuft unendlich hintenraus, wird aber nie schwer. Man kann es kaum für einen heißen Jahrgang halten, ob dieser saftigen Finesse.