Rings: Spätburgunder Weilberg Große Lage 2024

Rings: Spätburgunder Weilberg Große Lage 2024

BIO

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Neu

Zum Winzer

Spätburgunder
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2049
pikant & würzig
strukturiert
saftig
Lobenberg: 97/100
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder Weilberg Große Lage 2024

97
/100

Der Ungsteiner Weilberg ist bei Rings bisher vor allem als Herkunft für Riesling bekannt gewesen. 2024 ändert sich das zum ersten Mal. Aus einer winzigen Pinot-Partie dieser Großen Lage haben Andy und Steffen ein einziges Fass separat gezogen. Knappe 300 Flaschen insgesamt mehr gibt es nicht. Und gerade weil der Weilberg geologisch komplett anders tickt als Saumagen oder Felsenberg, ist das ziemlich spannend. Die Lage liegt rund um die Reste eines alten römischen Weinguts und gehört ohnehin zu den markantesten Terroirs der Mittelhaardt. Statt hellem Kalk dominiert hier rote, eisenhaltige Terra Rossa über kalkigem Untergrund. Das gibt dem Pinot eine andere Richtung: weniger kreidig-kühl, dafür dunkler, würziger, erdiger und mit dieser fast eisenhaltigen Tiefe, die dem Wein sofort einen eigenen Charakter gibt. Die Nase ist trotzdem unverkennbar Rings 2024. Sehr klar, sehr fein und komplett ohne Schwere. Sauerkirsche, Himbeere und etwas dunklere Erdbeere, dazu Hagebutte, Veilchen und getrocknete Kräuter. Dann kommt der Boden immer stärker durch: rote Erde, etwas Graphit, eisenhaltiger Stein und eine ganz feine rauchige Würze. Die Frucht bleibt saftig und präzise, wird aber von dieser dunkleren, herberen Mineralität eingerahmt. Am Gaumen dann richtig viel Druck. Schwarzkirsche, rote Johannisbeere und etwas Brombeere laufen über eine saftige, präzise Säure, das Tannin ist fein und engmaschig, aber mit ordentlich Grip. Genau hier zeigt sich der Unterschied zu den kalkigeren Rings-Pinots. Nicht Kreidestaub und Salz stehen im Vordergrund, sondern eisenhaltige Würze, rote Erde und dunkler Stein. Trotzdem bleibt das alles wunderbar leichtfüßig mit viel Substanz, aber null Fett. Im Mittelteil wird der Weilberg immer würziger und komplexer. Hagebutte, dunkle Kräuter, etwas Tee und diese leicht erdige, fast fleischige Tiefe bauen richtig Druck auf. Hinten raus zieht sich der Wein nochmal enger zusammen, die Frucht wird säuerlicher, das Tannin griffiger, dazu bleibt ein langer mineralischer Zug. Ein ziemlich eigenständiger Rings-Pinot und genau deshalb so stark. Felsenberg und Saumagen kommen stärker über Kalk, Kühle und Präzision, der Weilberg bringt Würze, Eisen und rote Erde ins Spiel. Ein einziges Fass und direkt beim ersten Jahrgang eine komplett eigene Handschrift. Ziemlich geniale Premiere!

Mein Winzer

Rings

Seit 2008 sind die beiden jungen Brüder Steffen und Andreas Rings für das elterliche Weingut verantwortlich. Es folgte ein kometenhafter Aufstieg, ähnlich dem von Kai Schätzel, der 2015 in der VDP-Mitgliedschaft seinen zwischenzeitlichen Höhepunkt fand.

Spätburgunder Weilberg Große Lage 2024