Der Riesling vom Muschelkalk ist im Grunde der kleine Bruder des GG Im Sonnenschein und gleichzeitig einer der charmantesten Einstiege in die Rebholz-Welt. Ein Ortswein aus Siebeldingen und dazu ein glasklarer Terroirwein vom Kalkboden. Der Muschelkalk wirkt bei Rebholz immer etwas feiner, heller und eleganter als die würzigeren, eisenhaltigen Böden in Birkweiler. Weniger wilde Kräuter und Tannin, mehr kalkige Ruhe und helle Frucht. 2025 passt das perfekt. Der Jahrgang bringt erstaunlich viel Saftigkeit und frühe Offenheit, ohne dass der Wein jemals an Präzision verliert. Schon die Nase wirkt unglaublich einladend und fein. Weiße Blüten, Zitronenöl und weißer Pfirsich, dazu etwas gelbe Pflaume und feine Orangenzeste. Alles wirkt hell, duftig und klar gezeichnet. Dahinter sofort dieser kalkige Eindruck, fast kreidig und kühl. Der Muschelkalk besitzt 2025 viel Charme und Zugänglichkeit, bleibt dabei aber komplett trocken und präzise. Nichts Lautes, nichts Vordergründiges. Eher diese elegante Mischung aus saftiger Frucht, salziger Frische und kalkiger Spannung. Fast ein wenig Chablis-artig in seiner ruhigen, mineralischen Art. Am Gaumen dann erstaunlich viel Druck für einen Ortswein. Der Wein wirkt zunächst leichtfüßig und tänzelnd, breitet sich dann aber immer weiter aus. Weißer und gelber Pfirsich, saftige Zitrusfrucht und etwas kandierte Zitrone. Dazu diese feine, kreidige Mineralität, die sich fast wie pulverisierte Kreide über die Zunge legt. 2025 bringt hier eine wunderschöne Balance aus innerer Reife und vibrierender Frische. Der Riesling besitzt enorm viel Saft und Trinkfluss, zieht gleichzeitig aber mit feiner, unterschwelliger Kraft durch. Kein lauter Wein, kein Muskelprotz. Eher ein unglaublich präziser, saftiger und eleganter Muschelkalk-Riesling mit beeindruckender Tiefe für die Kategorie. Dass die Ortsweine bei Rebholz qualitativ so nah an den Großen Gewächsen liegen, ist jedes Jahr aufs Neue ziemlich beeindruckend und macht sie zu absoluten Must-Buys!