Ornato ist die Nachbarlage des Sperss im südlichen Serralunga. Sie liegt auf 380-400 Höhenmetern und hat die Form eines Amphitheaters. Die Reben sind nach Süden, Südwesten und auch ein bisschen nach Südosten exponiert. Hier scheint die Sonne den ganzen Tag, dadurch ist die Lage immer eher warm und reif und wird mit einem Hagelnetz zusätzlich vor der Sonne geschützt. Hauptsächlich Kalksteinböden mit ein bisschen Kreide und weißem Lehm. Auch ein kleines bisschen Sand. Ganz klassisch Serralunga eben. Der Ausbau erfolgt zum größten Teil im großen Holzfass aus französischer und slawonischer Eiche. Zehn Prozent reifen aber für ein Jahr in Barriques in Zweit- und Drittbelegung. Nach dem ersten Jahr zieht der Barrique-Wein ebenfalls um ins große Holzfass, wo er ein zweites Jahr ausgebaut wird. Fassmuster. Klar leuchtendes Rubinrot im Glas. Die Nase ist dicht, dunkel und würzig. Graphit, saftige, dunkle Kirsche und leicht rauchige Aromen. Auch ein Hauch ätherische, dezent bittere Kräuter schwingen mit. Im Mund bauen sich seidige und fein strukturierte, fast kalkige Tannine auf, Lorbeerblatt und die Würze eines duftigen Herbstwaldes, gelbe Blüten mit saftiger Brombeere und Schwarzkirsche. Dieser Wein hat definitiv das Zeug, lange zu reifen, nicht nur wegen der Tannine, auch die frische Säure ist beeindruckend und in perfekter Balance und Harmonie. Großer Barolo in kleiner Stückzahl – es gibt je nach Jahrgang 10.000-15.000 Flaschen. Fantastischer Stoff, Hedonismus und Drama in einem Glas.