Der Barbaresco Il Bricco wächst auf der höchsten, windigsten und kühlsten Lage in Barbaresco überhaupt. Die Lage befindet sich bei Treiso, also nicht im Ort Barbaresco. Alle Einzellagen reifen bei Pio Cesare immer mindestens 2,5 Jahre lang, hauptsächlich im neuen Barrique und einem großen 25 hl fassenden Botti. Ein erheblicher Qualitäts-Schritt nach oben im Vergleich zum Ortswein. Brillant leuchtendes Rubinrot. Duftende Nase mit viel erstaunlich kühler und präziser roter Frucht. Cranberries, Himbeeren am Strauch, rote und schwarze Johannisbeeren. Nach wenigen Minuten im Glas kommt die süße, reife, zum Teil auch kandierte Kirsche hinzu. Schwebende Minze und zarte, frische Blüten duften um die Wette und bilden das Gegengewicht zur Reife. Im Mund strahlt der Il Bricco vor Frische, die vielen samtigen Tannine sind sehr klein geschliffen. Knackige rote Frucht in Form von Sauerkirschen und roten Johannisbeeren gleitet auf der präzisen, beinahe linearen Säure über die Zunge – im Nachhall bleibt eine erfrischende Salzigkeit, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Ein Wein, der den warmen Sommer des Jahrgangs in seiner Konzentration spiegelt und zugleich harmonisch, dicht und druckvoll am Gaumen schiebt. Die frische Säure hält hier alles zusammen, sie steht in Balance mit den vielen feinen Tanninen und der opulenten Würze dieses charmanten Schwergewichts. Hier ist nichts »feminin«, wie man das von einem Barbaresco oft erwartet, denn dieser Wein ist ein ultra-strukturierter, erhabener Nebbiolo. Er braucht ein paar Jahre im Keller, bis die dichte Struktur voll integriert ist. Es wurden circa 7.500 Flaschen gemacht. ,