Die Ried Supperin gehört zu den heimlichen Stars im Sortiment von Pichler-Krutzler. Ein kleines, von Mauern umgebenes Hochplateau oberhalb von Dürnstein, fast wie ein Clos mitten in der Wachau. Graues, erodiertes Gneisgestein mit Schieferanteilen prägt die Weine hier ebenso wie die alten Reben, die mittlerweile 45 bis 50 Jahre alt sind. Die Trauben werden penibel selektioniert, von Hand gelesen, entrappt und anschließend für 12 bis 18 Stunden auf der Maische belassen. Der Pressvorgang erfolgt extrem sanft bei maximal 1,1 Bar Druck, bevor der Ausbau im gebrauchten Stockinger-Holzfass auf voller Hefe stattfindet. So strahlend, so klar. Schon die intensive Grüngelb-Färbung macht Lust auf den ersten Schluck. In der Nase feiner Rauch, dazu Salz und zerstoßener Stein vom kargen Gneisboden. Dann öffnet sich der Wein mit weißem Pfirsich, gelber Birne und reifem Apfel. Dahinter etwas Zitronenöl, ein Hauch gelbe Kiwi und die typische Würze von weißem Pfeffer. Alles wirkt unglaublich harmonisch, präzise und fein verwoben. Keine laute Aromatik, sondern Klarheit und Herkunft. Am Gaumen zeigt sich die Klasse dieser Lage. Die Frucht wirkt 2025 etwas saftiger und offener als in den kühleren Jahren, ohne dass der Wein an Spannung verliert. Weißer Pfirsich, Birne, etwas Honigmelone und feine gelbe Zitrusfrucht werden von einer salzigen Mineralität getragen. Die Textur ist wunderschön. Feiner Gerbstoff aus der Maischestandzeit trifft auf reife, spannungsgeladene Säure und den dezenten Schmelz des langen Hefelagers. Elegant und präzise, dabei mit bemerkenswerter innerer Dichte und viel Zug. Die Supperin ist auch 2025 wieder eine Bank. Ein Grüner Veltliner von grandioser Balance, der die Offenheit und Saftigkeit des Jahrgangs mit der kühlen Mineralität dieser besonderen Lage verbindet.