Steinacker steht komplett auf Kalkboden, keine Tiefgründigkeit, einfach nur purer und karger Fels. in hoher Lage von ca. 250 Metern, rund um die Große Lage Saumagen. Aber es gibt viele verschiedene Parzellen im Steinacker, Philipp Kuhn hat seinen Teil im historischen Teil des Weinberges auf dem Hochplateau direkt am Pfälzer Wald. Sehr karger Boden, die Reben sind über 30 Jahre alt. Es ist etwas kühler da oben, sehr windig, also quasi eine etwas kühlere, kargere Version des Saumagens. Langsame Ganztraubenpressung, dann spontane Vergärung. Geschwefelt wird vor der Gärung nicht, ein biologischer Säureabbau soll nach Möglichkeit stets vermieden werden. Vergoren und ausgebaut im reinen Stahl, welches für die die ganz klare Puristik sorgt. Schöne gelbfruchtige Nase mit leichter reduktiver Rauchunterlegung. Ein typisch pfälzischer Rieslingduft, aber kein üppiges Steinobst, nur leicht angedeutet und ergänzt durch Salzzitrone und schicke Kräuterigkeit. Sehr clean und geradeauslaufend mit toller Saftigkeit schon in der Nase, aber dazu leichte Würze vom Hefelager und vom Kalkboden. Selbst der so karg-mineralische Steinacker macht jetzt in dieser Fruchtphase schon so einen Höllenspaß. Konzentrierter, durchaus dichter Mund, auch hier typisch pfälzisch in dem feinen Schmelz, gelbe Frucht, aber auch weißer Weinbergspfirsich dazu. Das Ganze kommt mit einer großen Harmonie, feine, reife Zitrone, dazu das Salz vom Kalkstein. Dass der Wein sehr trocken ist, fällt ob der Süße des Extraktes am Gaumen nicht so sehr auf. Er wird einfach noch frischer und druckvoller aus der Mineralität dadurch. Quasi der kleine Bruder des Saumagens. Chablis-artig, sehr geschliffene Säure, griffig, fein texturiert. Ein ganz typischer Steinacker, wirkt wieder sehr kühl in seiner DNA.