2025 war der letzte Jahrgang, den Florian Lauer als Winzer geerntet und gemacht hat, danach hat er sich aus gesundheitlichen und familiären Gründen zurückgezogen und den Betrieb an zwei junge Mitarbeiter übergeben. Er verbleibt fortan noch beratend im Weingut, ist aber nicht mehr aktiv für die Weine verantwortlich. Mengenmäßig war 2025 ein grandioser Jahrgang für Lauer, nach den extremen Frostschäden in 2024. Es ist ein warmer, aromatischer Jahrgang, den Lauer aber verblüffend kühl und subtil interpretiert hat. Das ist das Erste Gewächs aus dem Ayler Scheidterberg, komplett im alten Moselfuder vergoren. Er hat eine intensive Rauchigkeit, ein bisschen erinnert es an verbrannten Pferdehuf, wenn der Hufschmied am Werk ist, das geht dann relativ schnell in Crème Brûlée über. Langsam schält sich dann die dichte, helle Gelbruchtigkeit von 2025 durch. Mit Mirabelle, grüner Birne, Quitte, sehr schön und ansprechend. Alles ist intensiv und doch ganz zart und saarartig bleibend. Knackig trocken und mineralisch aufgeladen. Eher für fortgeschrittene Genießer, die den Kick suchen, und kein Lecker-Wein für die Kaffeefahrt.