Das Jahr 2025 war geprägt von einem außergewöhnlich frühen Vegetationszyklus. Ein zeitiger Austrieb im April und ein warmer, trockener Sommer führten zu einer der frühesten Ernten in der Geschichte des Chablis – in vielen Lagen begann die Lese bereits Ende August. Für Patrick Piuze, ein Verfechter früher Lese, war es ein Jahr der Präzision zwischen reifer Exotik und klassischer Mineralität. Es ist ein Brücken-Jahrgang mit der Großzügigkeit warmer Jahre und dem festen, steinigen Fundament des Kimmeridge-Kalks. Ausbau überwiegend im Edelstahl. Der Terroir de Chablis wächst in den nördlichen Abschnitten der 1ers Crus Montmains (Forets) und Vaillons. Hier steckt also hochklassiges Material drin, nur die Auslese der etwas schlankeren und weniger druckvoll. Es gibt hier viel Lehm im Boden zum Kimmeridgemergel. Feine Zitrusnase, Grapefruit, Minze, Brioche, spannungsgeladen und saftig. Auch viel Orange. Die hohe enorme Spannung bei gleichzeitigem Druck in der Frucht erinnert mich durchaus etwas an 2008. Der Mund ist schön ausgewogen und fein, rund und mit saftigem Spiel. Die Terroirweine von Piuze sind wunderbar gastronomische Weine mit feiner Saftigkeit, schicker Frucht und zartem mineralischem Spiel. Eine frisch dampfende Forelle blau findet keinen besseren Partner als diesen verspielten Chablis mit seiner spannungsgeladenen Fruchtigkeit.