Fast zu 100 % Cabernet-geprägte Cuvée aus Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot, erstaunlicherweise für Fronsac, kein Merlot. Rund 18 Monate im 400-Liter-Holz, extrem kleine Auflage von etwa 1.000 Flaschen. Das war die extremste Auslese aller Zeiten aus den alten Reben, der Rest fiel dem Mehltau und Frost anheim. Kühl wirkende, prägnante Nase mit Schwarzkirsche, Cassis, Brombeere, dazu rote Johannisbeere und ein Hauch Himbeere. Sofort diese helle, leicht kreidige Frische, die sich durchzieht und dem Ganzen im Glas fast eine Saumur-Anmutung gibt. Dazu Graphit, etwas Zedernholz und feine florale Noten, Veilchen blitzt immer wieder auf. Am Gaumen straff und geradlinig, mit klarer Cabernet-Handschrift. Dunkle Beeren, dazu diese kühle, mineralische Ader, die richtig Zug gibt. Das Tannin griffig und doch hochfein, schön verwoben und saftig unterlegt. Hat Druck, bleibt dabei aber immer elegant und frisch. Im Nachhall etwas Kakao, dazu Würze und eine leicht salzige Note. Ein sehr eigenständiger Fronsac, kühl, präzise und mit überraschend viel Finesse, stilistisch nah an einem erstklassigen Saumur, dabei aber mit der Tiefe und Kraft des rechten Bordeaux-Ufers. Diese Kombination ist wahrlich einzigartig, ein großer Wein und ein Unikat der Extraklasse.