Dieser Wein lag vor der Abfüllung für 1,5 Jahre im großen, alten Holzfass. Genau das gibt ihm diese extreme Langlebigkeit, die er als 2014er Archive Release – frisch freigegeben im Jahr 2026 – nun so eindrucksvoll zeigt. Die Reben stehen auf Lehm, Löss und Paragneis. Die Nase schreit gleich Grüner Veltliner, nur eben in seiner wunderschön gereiften Form. Weißer Pfeffer, etwas mürbes Kernobst von alten Streuobstwiesen, eine zart rauchige Nase, dahinter grüner Tee und nun auch erste feine Anflüge von Bienenwachs. Am Gaumen hat man eine in Aromen kaum fassbare Gelassenheit. Der Wein strahlt ein ruhiges Selbstbewusstsein aus. Da schiebt sich der Wein über den Gaumen, ohne auch nur im Ansatz fett daherzukommen. Er wirkt völlig ausgewachsen, ruht komplett in sich. Die ehemals primären Aromen sind tiefen, gesetzten Noten gewichen: reife gelbe Birne, etwas eingemachte Quitte und kandierte Limette. Er profitiert besonders vom Spiel mit den Temperaturen und kann auch gerne etwas wärmer, so bei 12 bis 14 Grad Celsius, getrunken werden. Dann kommt diese pfeffrig-tabakige Note noch mehr zur Geltung und zieht den Wein schön in die Länge.