Der Wein wird in der Nase klar von alter Grenache Blanc und aromatischer Bourboulenc dominiert. Sehr typisch Châteauneuf mit dieser aromatischen gelben und weißen Melone. Dazu helle Birne, helle Reineclaude und eine leichte cremige Kreidigkeit. Im Grunde eine noch klarere und definiertere Stilistik und erhabenere Struktur wie der in die gleiche Ausrichtung laufende weiße Vacqueyras. Vor allen Dingen zeigt der Wein eine hohe Intensität und große Länge in der Nase. Ein großes Glas nehmen – Riechen allein reicht! Vibration und rassige Dynamik im Geruch. Im Mund kommt eine ungeahnt hohe Intensität, klar mehr Dampf noch als in der Nase. Hier liegt der weiße Châteauneuf aus den ganz alten Reben dann um Längen vor dem Vacqueyras. Er zieht sogar, obwohl er in der Struktur ganz anders ist, mit seiner Struktur am komplexeren Côtes du Rhône Nobles Origines vorbei. Weil er einfach diesen Dampf und Intensität aus Cremigkeit, Kreidigkeit und Steinobst hat. Wie Granitstein im Mund – salzig, cremig und aromatisch. Viel Druck und sehr typisch Châteauneuf. Schon von der Klasse in Richtung der weißen Topweine von Vaudieu tendierend, die ja auch dort oben auf dem Plateau de Mont Redon und zum Teil auf La Crau wachsen. Ein hochintensiver und spannender Châteauneuf in der typischen Stilistik. Er steht für zwei Minuten im Mund und kommt mit einer leichten cremigen Süße und einem leichten Karamell-Schwänzchen. Das Ganze unterlegt mit Zitronengras, etwas Grapefruit und einer leichten Chilischärfe. Der Wein gehört zu den großen weißen Châteauneuf aus dem Hause Tardieu. Superber Stoff! 97-98+/100 *** 50-70 Jahre alte Reben vom Plateau de Mont Redon, Font de Michelle, Gardioles und Cabrieres, klassisch feine Chateauneuf-Terroirs. 30% Grenache mit 30% Clairette, 25% Roussanne, 10% Bourboulenc und 5% Piquepoul. Nur 13,5 Alkohol. Ganztraubenmaische und Presse, spontane Fermentierung und Ausbau 9-12 Monate im neuen und zwei-dreijährigen Burgunder-Barrique aus Allier und Troncais. Keine Malo, keine Schönung und Filtration. Diam-Kork.