Werner Näkel hat schon 1986 seinen ersten Blanc de Noir gekeltert, er war also gewissermaßen ein Pionier für diese Art Wein in Deutschland. Der Blanc de Noir vergärt zu rund 70 Prozent in Barriques, aber alles gebraucht und der Holzeinfluss spielt hier gar keine so große Rolle. Aber die Spontangärung läuft im Holz mit Luft einfach ein bisschen besser. Ganztraubenpressung wie im Champagner-Verfahren. Wie gesagt spontan vergoren, komplett trocken, das Ganze geschieht in Barriques und rund 30 Prozent Edelstahl. Der 2025er hat eine wirklich schicke Farbe, Zwiebelschale mit goldenen Reflexen, erinnert etwas an blasse Provence-Rosés. So wird auch direkt klar, dass wir hier Spätburgunder im Glas haben. Gelber und roter Pfirsich in Nase und Mund, dann Grapefruit, ein bisschen Orange. Kein Restzucker, komplett durchgegoren, dadurch bekommt er einen schönen Kick. Feiner Holzschmelz und recht milde Säure im Vergleich zu einem Riesling, aber sie ist schon spürbar. Hat richtig Kraft in 2025. Für einen Blanc de Noir hat das schon richtig Charakter und muss auch nicht zwingend im ersten Jahr getrunken werden.