Mesquida Mora: Gorgollassa 2022

Mesquida Mora: Gorgollassa 2022

BIO

Zum Winzer

Gorgollassa 100%
rot, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2037
seidig & aromatisch
frische Säure
fruchtbetont
Lobenberg: 95–96+/100
Parker: 93/100
Spanien, Mallorca
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Gorgollassa 2022

95–96+
/100

Eine vor 2019 nicht separat gefüllte autochtone Rebsorte. Erst 2005 wiederbelebt, indem sie auf alte Merlot-Rebstöcke gepropft wurde. Gorgollassa ist eine kraftvolle, aber nicht sehr ertragreiche Rebe mit langen Trieben, die sich mitunter nicht sehr gut entwickelt, was dann zu geringen Ernteergebnissen führt. Ausbau im 500-Liter Fass und Edelstahltank. 2⁄3 entrappt, 1⁄3 ohne Entrappen. Gärung bei 25 Grad Celsius mit autochthonen Hefen mit zweitäglicher sanfter Remontage. Malolaktische Gärung im Tank. Ein heller Wein mit Blumen- und mediterranen Waldaromen. Beerig, aber sehr elegant, fein, delikat und komplex, mit weicher Säure, seidiger Textur und sehr feinen Tanninen. Leicht, elegant und fein. Ein subtile Fruchtexplosion, Pikanz voller Finesse, ein scheinbarer Gegensatz löst sich ob so viel Wohlgefallen und fast atemberaubendem Hedonismus auf. Köstlich, superb, überaus lecker in der so feinen Frucht ohne jegliche Fehltöne. Ein echter Gegenspieler zur autochtonen Callet in Sachen Finesse und delikatem Trinkgenuss. 95-96+/100

Jahrgangsbericht

Der Ausnahme-Jahrgang 2022 gilt in Spanien als historischer Meilenstein. Trotz Rekordhitze bestechen die Weine dank kühler Sommernächte mit verblüffend tiefen pH-Werten, spektakulärer Säurefrische und seidigen Tanninen – eine grandiose, perfekt balancierte Dichte auf Augenhöhe mit dem großen Bordeaux-Jahrgang.

93
/100

Parker über: Gorgollassa

The super elegant pale red 2022 Gorgollassa kept a moderate 12.5% alcohol in a very warm year, and the wine is elegant, clean and fresh, with no noticeable heat or oak. It has a medium-bodied palate with balance, serious, chalky tannins and a long finish. It was only partly matured in oak. 1,998 bottles were filled in June 2023. 93/100

Verkostungsnotiz

Weingut über: Gorgollassa

Das Jahr 2022 wird mir immer im Gedächtnis bleiben. Es war wohl das wärmste Jahr, seit ich 2004 mit dem Weinmachen begann. Während 2021 mit einem regnerischen November endete, war der darauf folgende Winter sehr niederschlagsarm. Dieser Trend setzte sich in Porreres das ganze Jahr über fort und endete erst kurz nach der Weinlese, als es in Felanitx zu starken Regenfällen kam. Der Frühling und der Sommer waren heiß, mit geringen Unterschieden bei den Tages- und Nachttemperaturen. Auch der Herbst war kein richtiger Herbst, sondern eher ein zweiter Frühling, und der nicht sehr kühle Winteranfang brachte nur vereinzelte Niederschläge. Die Weinlese war wegen der hohen Temperaturen anstrengend, die Trauben waren aber sehr gesund, da Pilzbefall und andere Krankheiten ausblieben. Insgesamt stellte die Lese eine Herausforderung dar, mit deren Ergebnis ich mehr als zufrieden bin, die mir aber für die kommenden Jahre Anlass zum Nachdenken gibt. Ausbau im 500-Liter Fass und Edelstahltank. 2⁄3 entrappt, 1⁄3 ohne Entrappen. Gärung bei 25 Grad Celsius mit autochthonen Hefen mit zweitäglicher sanfter Remontage. Malolaktische Gärung im Tank. Ein heller Wein mit Blumen- und mediterranen Waldaromen. Elegant, delikat und komplex, mit weicher Säure, seidiger Textur und sehr feinen Tanninen. 2014 veredelten wir einen Teil der Merlot-Reben auf unserem Weinberg Es Monjos, und nach vier Jahren des Experimentierens bieten wir nun erstmals unseren Gorgollassa d’es Monjos mit einem Etikett an, das in Zukunft einige Weine von verschiedenen Rebsorten mit limitierter Produktion tragen werden die nicht unbedingt jedes Jahr auf den Markt kommen. Eine zurückgewonnene Nischensorte, die nur in aussergewöhnlichen Jahren überraschende sortenreine Weine hervorbringt. Dieser Wein feierte 2019 sein Debüt, und wir wissen nicht, wann wir ihn wieder werden herstellen können. Leicht, elegant und fein. Ein subtile Fruchtexplosion. Gorgollassa ist eine kraftvolle, aber nicht sehr ertragreiche Rebe mit langen Trieben, die sich mitunter nicht sehr gut entwickelt, was dann zu geringen und sehr unregelmässigen Ernteergebnissen führt. Diese Eigenschaftten haben sicherlich dazu beigetragen, dass die Rebsorte vorübergehend in Vergessenheit geriet. 1982 wurde sie nicht einmal mehr im Weinbaukataster spanischen Nationalen Instituts für Herkunftsbezeichnungen (INDO) geführt.

Mein Winzer

Mesquida Mora

Barbara Mesquida möchte aus dem Weingut Mesquida Mora ein Refugium für biologischen Anbau, Tier und Mensch schaffen. Der Wein ist ihr schon jetzt gelungen.

Gorgollassa 2022