Unabhängig vom Weingutsnamen ist Maximin Grünhauser auch eine Ortslage, aber nur mit Großen Lagen im Grünhäuser Monopol. In diesem Wein finden wir dasselbe Ausgangsmaterial wie im trockenen Grünhäuser 1G. Das sind einzig die Fässer, die in der Gärung bei leicht erhöhtem Restzucker stehen geblieben sind. Wie so häufig ist das neue feinherb das, was früher mal das klassische Kabinett war, auch Oliver Haags Brauneberger Juffer feinherb hat diese geniale Balance und Grünhäuser feinherb genauso. Ich kann mich fast gar nicht entscheiden, ob ich den Grünhäuser trocken oder feinherb spannender finde. Wir sind in 2025 wieder zurück bei alter Fruchtstärke! Wow, was für eine expressive Eleganz, feingliedrig, aber da kommt so viel Wein aus dem Glas. Schwerelose Konzentration, dicht und reich, aber so feinziseliert dabei. Für den feinherben Bereich, der ja von Frucht lebt, ist das also ein großer Gewinn. Die Süße wird von der hohen Mineralausstrahlung dieses Jahres einfach überfügelt, ist kaum wahrnehmbar. Süße Limette, Grüntee, Curry und Minze. Man ist direkt zu Hause bei Grünhaus in diesem Wein, so schmeckt und riecht dieser einzigartige Monopolhang. Den Restzucker spürt man kaum, er wird nahezu weggelasert von der Struktur und Mineralität. Ein super klassischer Grünhäuser.