Die Große Lage aus Saarburg, ikonisch bei Zilliken, aber auch für Markus dank seiner Domäne Serrig. Das heißt hier ist Topmaterial drin und dann ist das für diesen Preis ein Hammer. Schon die Nase ist Rausch wie wir ihn kennen, kristallin, ultraklar, fein und geschliffen. Hochmineralisch, aber mit dieser feinen hellgelben Frucht, diesem zarten Charme unter der extremen Gesteinsauslegung. Der Rausch ist in vielen Jahren sicherlich zusammen mit dem Scharzhofberg die beste Lage an der Saar. Eine feine Blumenwiese wird überdeckt von etwas Aprikose, Bitterlemon, Zitronengras, auch Rauch, der sehr typisch ist für diese Schiefrigkeit. Das Ganze fein und doch intensiv, blumig, fruchtig und zur Stabilisierung von feinem Schiefergestein unterlegt. Fein und zart, aber keineswegs süß. Die Salzigkeit zieht sich durch, benetzt die Lippen und bleibt lange im Mund stehen. Sehr geradeaus, mittig über den Gaumen laufen, total fokussiert und sooo verführerisch durch den leichten Holzschmelz. Dazu die Krachersäure des Jahres, die dem Wein ihren Rhythmus verleiht. Bitte keinen fetten Blockbuster wie 2018 erwarten, aber die schlanke Intensität aus dem Salz und die mineralische Länge ist wirklich famos.