Lobenberg: Petit Meslier ist eine der sieben in der Champagne zugelassenen Rebsorten, wobei die anderen neben Chardonnay, Pinot Meunier und Noir nur noch wenige Prozent der gesamten Anbaufläche ausmachen. Es ist also ein Kuriosum einen reinsortigen Champagner aus einer dieser superseltenen Sorten zu finden. Es ist eine Kreuzung aus Gouais Blanc, einem Elternteil des Chardonnay und Savagnin aus dem Jura. Es gibt nur ein einziges Fass dieser Spezial-Edition, mit der sich Aurélien Laherte etwas weiter in die Erforschung dieser Rebsorte vorwagt. Es ist ein Rosé de Maceration, der Pinot hat also Schalenkontakt gehabt vor dem Abpressen. Dann spontan im Barrique vergoren und ausgebaut. Null Dosage. Ein kerniger Stoff mit viel Grip im Mund, rotbeerig und elegant, aber durch den Meslier mit einer charaktervollen Würze von Safranfäden und Curry, auch etwas Grapefruit. Der Wein ist für einen Rosé de Maceration eher schlank, bekommt durch den Meslier einen schönen Energieschub, sodass es nicht zu sehr in die Struktur und ins Tannin läuft. Das ist ein Champagner für Insider, die das ganz besondere suchen. Einmalig!