Berge ist eine Gewann innerhalb des Stettener Mönchbergs. Es ist eine sehr steile, reine Südlage, geprägt von Kieselsandstein und buntem Mergel. In Kombination mit der direkten Sonneneinstrahlung ergibt das ein sehr warmes Mikroklima. Die Lemberger aus der Berge sind dementsprechend immer dicht, konzentriert und fleischig in der Aromatik. Handlese, Kaltmazeration für rund eine Woche, anschließend spontane Maischegärung. Über anderthalb Jahre Barrique-Ausbau mit etwa 30% Neuholz. Dann nochmal für ein halbes Jahr auf der Feinhefe im großen Holz ausgebaut. Die Nase ist schon eine Wucht! Satte, reife Frucht von konzentrierter schwarzer Kirsche, Brombeere, Holunder, Schlehe, ein Hauch Cassis und Zwetschgenschale. Dezente Rauchigkeit. Getragen von einer zarten Würze von getoastetem Holz, schwarzem Pfeffer, Piment und leichten Zimt-Anklängen. Wow, was für eine aromatische Intensität, aber dabei ist alles auch in wunderbarer Balance! Auch am Gaumen präsentiert sich das GG aus der Berge mit einer beeindruckenden, samtigen Fülle. Satter Kirschsaft mit Holunder, konzentrierter Backpflaume, reifer Himbeere und Cassis. Vollmundig, dicht, dabei so eine wunderbare Balance und Tiefe zeigend. Tänzelnde Säurefrische gesellt sich dazu. Beeindruckende Länge mit Noten von dunkler Schokolade, feinen Röstaromen und etwas Lakritze im Nachhall. Reichlich Tannin, aber total samtig eingebettet in die druckvolle Fruchtstruktur. Ein wirklich großer Lemberger auf absolutem Grand Cru Niveau!