Geerntet aus dem ältesten Rebbestand im Walkenberg, ökologische Bewirtschaftung. Es gibt zwei Spätlesen aus dem Walkenberg, die normale und diese Top-Version nur aus den alten Reben. Die Reben sind 40 Jahre und älter. Spontanvergoren, Ausbau nur im großen Holzfass. Zart verspielte, fast romantische Nase. Dem Kabinett sehr ähnlich, nur mit noch mehr Kraft und noch mehr Frische. Gelbe Rosen, Quitte und Pfeffer. Dazu weißer Pfirsich und gewachste Zitrone, reif und ruhig.Dazu eine leicht grüne Note mit frischem Gras. Unheimlich vielsagend und dabei so wunderbar schlank. Limette und Salz. Unter allem lauert die dunkle Mineralität des Walkenberg, fast vulkanisch, Feuerstein. Alles ganz fein, zart, aber intensiv. Im Mund drückend und drückend und drückend und doch das Gegenteil von Fett. Dieser Extrakt und Kraft ist total beeindruckend für eine Spätlese. Dabei bleibt alles so zart, verspielt und mühelos. Ja sogar überraschend harmonisch und zugänglich für einen jungen Becker. Eine große Eleganz und Köstlichkeit ausstrahlend. Die Säure ist natürlich absolut präsent, vibrierend, rassig, zieht sich salzig über die gesamte Zunge. Zartes Brioche und Caramell. Hinzu kommen erneut Aromen von leichten Rosen und Mirabellen. Dazu weißer Pfeffer und Salbei. Alles wird von einer matten Salzigkeit mineralisch nachschiebende Ladungen von an Feuerstein erinnernden Tanninen unterlegt. Je länger man diesen Wein auf der Zunge hat, desto mehr entdeckt man. Ein Schimmer von gelben Früchten bleibt am Gaumen. Schon ein Powerteil, ohne aber wuchtig zu werden, es bleibt schlank und vor allem unendlich schick und fein. Das ist Riesling wie aus dem Bilderbuch. Diese Säure in Verbindung mit der zarten Erhabenheit und Ruhe ist so wunderbar rheingauerisch. Wow! 96+/100