Der Escherndorfer Lump öffnet sich wie ein Parabolspiegel gen Süden und fängt das ganze Jahr über die Sonne ein. Der Steilhang mit Muschelkalkboden ist perfekt vor kühlen Nordwinden geschützt. Vergärung und Ausbau wie immer in Edelstahl. Dieser Wein stammt aus 35 bis 40 Jahre alten Reben, die jüngeren gehen in den Ortswein. 2025 war eine der kleinsten Ernten überhaupt bei Familie Sauer. Die Saftausbeute der Trauben war sehr gering. Und der spätreifende Riesling kam eben in den großen Regen im September rein, dann haben die Trauben bei sehr hohen Temperaturen entsprechend durchgepowert. Das Ergebnis waren hohe Mostgewichte, volle Reife bei stabiler, saftiger Säure und sehr expressiver Aromatik. Mittlerweile werden auch die Ersten Lagen bei Sandra Sauer spontan vergoren – und das merkt man. Die Frucht ist trotz der hohen Aromatik subtiler geworden, weißer Pfirsich, grüne Birne, weißer Pfeffer, etwas Ingwerschärfe. Weniger exotisch als in den Vorjahren, etwas ruhiger, die Frucht ist blumiger, verspielter und heller. Der Mund zeigt wirklich eine wahnsinnig schöne Mineralik aus dem Escherndorfer Lump, der besten Lage Escherndorfs. Supersaftig und zugänglich, trinkig, hat viel Zug und dennoch diesen leicht steinigen Grip. Die Säurespur in 2025 ist der Hammer, selbst im Silvaner so ein aufregender, spannungsreicher Charakter. Berstend vor hoher Frische aus hoher Reife. Wirklich special. Eine super Kombo!