Der Escherndorfer Lump öffnet sich wie ein Parabolspiegel gen Süden und fängt das ganze Jahr über die Sonne ein. Der Steilhang mit Muschelkalkboden ist perfekt vor kühlen Nordwinden geschützt, es ist eine der heißesten Parzellen im Lump. Die Reben sind sehr alt, zwischen 1971 und 1978 gepflanzt. Überwiegend gesundes Lesegut, nur ein Touch Botrytis ist hier dabei. Die kerngesunden Beeren werden entrappt und bekommen dann eine 24-stündige Maischestandzeit. Danach wird spontan vergoren und vier bis fünf Monate auf der Hefe ausgebaut. Der Restzucker liegt bei knapp über 20 Gramm, also mit leichter Restsüße, aber im Grunde eher saftig ausgelegt, nicht wirklich süß. Im kühleren Jahr 2024 hat die Scheurebe keine hohe Reife erzielt und ist entsprechend auch weniger aromatisch, wir bleiben mehr im zitrisch-kalkigen Spektrum. Zitruszesten, Ingwer, etwas Fenchelgrün, Kamille. Quasi federleicht am Gaumen. Er trinkt sich toll leicht dank seiner tollen Spannung. Der Speichel fließt in Strömen. So saftig und aromatisch. Das ist ein großer Spaßmacher und eine tolle Alternative zu Riesling, Silvaner und den Üblichen. Der Wein ist für das was er kostet eigentlich ein Superschnäppchen, weil er so unglaublich köstlich ist.