Der Felsenberg schließt an die Kupfergrube an und zieht sich ins Tal direkt vor der Tür bei Gut Hermannsberg. Entsprechend wie die Kupfergrube auf rotem Vulkangestein allerdings mit einem Twist in der Neigung Richtung Südsüdwest-Ausrichtung, also warme Nachmittagssonne aufnehmend. Deshalb ist der Felsenberg immer etwas charmanter in der Frucht als die extreme Kupfergrube. Ein Drittel des Weinberges ist weiterhin verpachtet, jetzt sind es 65 Ar und wie gesagt wird der Wein erst seit 2018 als GG vermarktet, obwohl die Lage hier eigentlich fast eine Hauslage für GHB ist, denn sie liegt direkt angrenzend an die Kupfergrube. Ein tiefer, ausladender Gesteinsduft, warmer Sandstein, grüne Oliven, eingelegte Salzzitrone, etwas Salbei. Auch der Mund ist erhaben, fließt dicht und geschmeidig über den Gaumen, Meersalz, Quittenbirne, feine reduktive Spannung mit Rauch und etwas Karamell. Dieser ganz leicht grünliche Einschlag in der reifen gelben Frucht, ist schon was den Stil von Hermannsberg ausmacht. Dieses Kompromisslose und Steinige spielen sie noch mehr aus als Dönnhoff in dieser Lage. Wuchtiger und zugleich spannungsgeladener Mund, würzig, kräuterig, viel warmer Stein, der ruhig über die Mitte schiebt, aber die salzige Pikanz ist natürlich da. Der Felsenberg bleibt ein Wein für Puristen, auch wenn er 2025 mehr Schmelz hat als in vielen anderen Jahren.