Gut Hermannsberg Weißer Burgunder ist in der Kupfergrube und zum Teil in Bad Kreuznach gepflanzt. Die Reben sind über 20 Jahre alt. Ein paar Stunden Maischestandzeit, vorher Handlese der ganzen, unentrappten Trauben, erfolgt das Abpressen, die Vergärung dann im Edelstahl und ein kleiner Teil auch im Stückfass. Ausbau auf der Vollhefe, danach Verbleib im Stahl bis kurz vor der Abfüllung Ende Februar. Der Weißburgunder wird ohne nachfolgenden biologischen Säureabbau spontan vergoren. Ganz leichte Cremigkeit aus ein klein wenig Holzkontakt, aber insgesamt ein frischer, schlanker Burgunder-Stil. Durch die alten Reben auf den tiefen Böden in Bad Kreuznach dominieren die Spannung und Kühle. Die Nase des Weins zeigt viel weiße Frucht mit einem leicht grünlichen Touch, grüne Birne, Granny Smith, feine Limettentöne, weiße Blüten, deutet einen feinen Wein mit cremiger Fülle an. Der hohe Extrakt von 2025 gibt dem Weißburgunder seine dichte Struktur. Aber der Mund bleibt schön schlank für einen Weißburgunder, typisch Nahe eben. Tolle Mineralunterlegung, leichtes Salz, feine Tannine, steinig-würzig. Reife gelbe Frucht darunter, und ein schöner leicht grünlich-kräuteriger Frischekick aus den sehr steinigen, vulkanischen Kupfergrube, die immer tolle salzige Mineralität zeigt. Speziell deshalb, weil er so eine tolle Spannung und Rasse hat. Unglaublicher Trinkfluss, saftig, sehr gelungen.