Der Gutswein hat in 2025 auch einen gewissen Holzanteil bekommen, gebrauchtes großes Holz, dass er etwas mehr Druck hat, der Rest liegt in Edelstahl. Der Gutswein ist der große Gewinner der letzten beiden Jahre, sagt Winzer Johannes Hasselbach, weil die Gutswein-Lage nach der großen Trockenheit nun wieder richtig in den Saft gekommen ist. Die Nase strahlt die typische Rotschiefer-Aromatik des Roten Hanges aus. Die Trauben kommen häufig aus den Hangausläufern von Pettenthal, Hipping und Rothenberg, verschiedenste Parzellen, manche wärmer, manche kühler, ein sehr kompletter Ausdruck des Roten Hangs. Das ist aus diesem Material ein super Gutswein. Er ist mit etwas über 3 g/l relativ trocken, schmeckt aber nach mehr, weil er eine gewisse Extraktsüße hat. Da ist schon viel Wein, viel Substanz, die Gutsweine sind die Profiteure von solch vollreifen, dichten Jahrgängen. Gelber Apfel, gelber Pfirsich, Nektarine, sehr schöne, intensive Fruchtfülle. Steht richtig satt im Glas. Das Schöne bei Gunderloch ist eben, dass er so knackig und trocken ist. Das ist kein weichgespülter Gutsriesling, sondern einer mit Kick und Roter Hang-Charakter.