Wie immer ganz klassisch bei den Lala's von Guigal: Ausbau für 42 Monate in 100 Prozent neuen Barriques im Reifekeller unter dem Château. La Mouline enthält immer einige Prozente Viognier, was ihn früher zugänglich macht als La Landonne, der reiner Syrah ist. Dieser 2022er La Mouline scheint leuchtend Schwarzviolett, undurchsichtig und viskos im Glas. Was für ein Gigant – aber einer, der schweben kann. Die Nase ist eine pure Ekstase: dicht eingekochte schwarze Himbeeren, Brombeergelee und eine ungeheuerliche Fruchtdichte, die fast süßlich wirkt, aber sofort von einer mediterranen Kräuter-Aromatik mit Rosmarin, Lavendel und einem Hauch China Five Spice eingefangen wird. Der Wein ist hochkonzentriert, reich und rauchig-warm; man riecht das erhitzte Schiefergestein der Côte Blonde. Er ist wahnsinnig mineralisch, speckig-salzig. Der Wein tanzt wie ein Elefant auf der Slackline. 2022 war ein Jahr der Extreme, und La Mouline antwortet mit einer Wucht und einem Reichtum, der sprachlos macht, bleibt dabei aber durch eine unerwartete, ätherische Frische unglaublich präzise. Großer Stoff.