Das Goldtröpfchen zählt zu den absoluten Toplagen an der Mittelmosel. Stellenweise extrem steil nach Süden ausgerichtet, kann es hier tagsüber sehr warm werden. Steinmetz besitzt hier jedoch einige der besten Parzellen, oben an der bewaldeten Kuppe der Lage, geprägt von dunklem Devonschiefer mit Quarzeinschlüssen. Durch den nahen Waldrand hat man hier kühle Luft in den Nächten und mehr Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperatur. Die Trauben können so ihre perfekte Aromakonzentration erreichen. Das Goldtröpfchen hat auch bei Steinmetz eine gewisse Opulenz normalerweise, aber 2023 ist schon ziemlich fein in seinem Angang, ziseliert und sehr rassig. Urklassisch moselanisch, leicht zitrisch im Einschlag, dann ein bisschen Steinobst an den Seiten. Wird niemals zu fett, bleibt immer auf der fokussierten Seite. Reife gelbe Frucht, hohe Spannung und durchdringende Schiefermineralität. Die zitrische Säure zieht sich wie ein Band durch den Wein. Tolle Länge mit salzigem Nachhall. Das ist unheimlich komplex und feinziseliert, mit der richtigen Balance zwischen Reife und Frische. Toller Wein aus einer mega Lage. 93+/100,