Der Name »À Mi-Chemin« bedeutet wörtlich »Auf halbem Weg«, weil er mit Trauben aus Le Mesnil und Oger die beiden mittigen Gemeinden der Côtes des Blancs abdeckt. Die Trauben stammen zu zwei Dritteln aus der Ernte 2023, Ausbau größtenteils in Edelstahlcuves und einem kleinen Teil Fässern. Er wurde Ende 2025 mit nur 1.5 g/l Dosage degorgiert. Er hat mehr Grazie und strukturelle Power als der Bout du Chemin, der aus dem südlicheren Teil kommt, vor allem aber eine feiner ziselierte Mineralik. Er ist sofort voll da, strahlt, kalkig, blütenduftig, mit etwas Vanille, Tonkabohne, weißem Pfirsich, Akazienblüte. Kühl, nobel und fordernd, aber zu keiner Zeit anstrengend, da Girard-Bonnet diese köstliche Seidigkeit hat. Das Mousseux ist eher weich und wird mit Luft auch immer zarter, die Bubbles spielen in diesem Champagner eine eher untergeordnete Rolle, es ist eher ein kreidiger Stillwein mit leichtem Fizz. Auch etwas Yuzu. Klingt feinsalzig und vibrierend straff aus. Eigenwilliger Stoff.