Vajra erzeugt ungefähr 80.000 Flaschen Barolo aus 20 Hektar Rebfläche. 1971 hat man hier auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Damals war das noch revolutionär und erfolgte gegen alle Widerstände der damals massiv agierenden Chemieindustrie. Coste di Rose ist ein kleiner Weinberg auf 320 Metern Höhe zwischen Cannubi und Bussia. Die Reben stehen in Südostexposition. Wir haben hier hauptsächlich Sandböden mit ein bisschen Schwemmsand und Lehm. Es sind Vajras sandigste Böden, und Giuseppe Vajra sagt, ein Spaziergang durch die Lage fühle sich tatsächlich an wie ein Strandspaziergang! Diese sandigen Böden tragen natürlich zur grandiosen Finesse und aromatischen Vielfalt des Coste di Rose bei. Am ersten Oktober gelesen. Der Wein wurde 39 Tage lang mit »Submerged Cap« im Fass belassen, dabei halten Holzbalken die Traubenschalen unter der Weinoberfläche, das führt zu einer sanften Extrahierung der Tannine. Es folgt ein 20-monatiger Ausbau in großen, slawonischen Eichenfässern von 40, 50 und 75 hl Größe. Mittleres, leuchtendes Rubinrot. Die Nase ist viel tiefer und dunkler als im Albe, aber auch sie hat eine samtige Verführer Qualität. Irgendwie verträumt – ich werde beim Riechen beinahe ins Glas gesaugt. Schwarzkirschen und dunkle Pflaumen, auch ein Hauch Vanille und Zimt vibrieren mit. Fast schwebend kommt noch Vanille hinterher, aber so ultra fein, dass man sie fast nicht wahrnimmt. Im Mund schiebt der Wein mit ordentlich Druck und Saftigkeit. Das feine griffige Tannin, sammelt sich im vorderen Teil des Mundes auf der Zunge. Der Wein hat eine famose Balance, sicher wird er schon früh zugänglich. Das ist einer dieser verführerischen Barolo, der eigentlich berühmt sein sollte für seine burgundische Finesse. Großartig gemachter Gevrey aus Barolo. 95/100